Sommerhitze: Trockenheit und Waldbrandgefahr

Der vergangene Juni war im Durchschnitt ein Grad wärmer als in den vergangenen Jahren und die hochsommerlichen Temperaturen sollen bleiben. Eine erhöhte Waldbrandgefahr ist die Kehrseite des Urlaubswetters. Die Ortsverbände des THW stehen bereit, um entstehende Wald- und Flächenbrände zu orten und beim Ausbrechen von Feuern die Löscharbeiten schnell zu unterstützen.
In Ostdeutschland wurde am 1.Juli die Waldbrandgefahrstufe fünf ausgerufen, im restlichen Teil Deutschlands Stufe vier. Im nördlichen Ruhrgebiet und südlichem Münsterland ist aufgrund der Gefahrensituation das Betreten vieler Wälder bereits verboten.
Im Bereich der Brandprävention können THW-Ortsverbände von den Forstbehörden und der Feuerwehr zur Lagebeobachtung angefordert werden. Neben Kontrollfahrten durch gefährdete Gebiete sind die Einrichtung von Beobachtungsposten und -türmen die Einsatzoptionen. Im Falle eines Waldbrandes können THW-Einheiten für die Feuerwehren Wasserentnahmestellen an Flüssen und Seen einrichten, Löschwasser mit Hilfe der Hochleistungspumpen über längere Strecken transportieren sowie Befüllstationen für Tanklöschfahrzeuge aufbauen. Darüber hinaus können die örtlichen Feuerwehren das THW für Nachlöscharbeiten und das Freiräumen von Brandnes-tern einsetzen.
Bei anhaltender Hitzwelle ist nicht auszuschließen, dass die Gewässer drohen „umzukippen“. Nicht nur Badeseen können durch die extremen Temperaturen aufgrund von Sauerstoffmangel „umkippen“ und somit vielen Badegästen den Freizeitspaß verderben. Auch stehende Gewässer wie Fischteiche oder Feuchtbiotope in Naturschutzgebieten können zu unwirtlichem und lebens-feindlichem Brackwasser werden. Das THW kann sein technisches Gerät auch hier einsetzen, um die Natur bei ihren Regenerationsprozessen zu unterstützen, indem beispielsweise Luft in die Gewässer geblasen wird, um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Außerdem kann das THW bei niedrigen Wasserständen Frischwasser aus nahe gelegenen Flüssen in die Seen pumpen und so das Austrocknen verhindern.
Unter dem ausbleibende Regen und den damit verbundenen Trockenschäden leiden auch die Landwirte. Nicht nur, dass mit einer geringen Ernte aufgrund der momentanen Wetterlage zu rechnen ist, vor allem die Nutztiere haben unter der Hitze und Dürre zu leiden. Zur Abhilfe kann das THW damit beauftragt werden, wichtige Landstriche zu bewässern und Wasser für die Tiere zu transportieren.

